Graft versus Host Reaktion - wenn sich der Körper wehrt
Mit der Graft versus Host Reaktion wehrt sich der menschliche Körper gegen fremdes Transplantationsmaterial. Dies ist eine normale natürliche Schutz-Reaktion. Der Körper wehrt sich zu Recht.
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Allogene hämatopoetische Stammzelltransplantationen sind aufgrund immunologischer Komplikationen, besonders durch die chronischen Graft versus Host Reaktion GVHD , mit einer erheblichen Morbidität und Mortalität verbunden. Die Mortalität ist aktuell das größte Risiko der allogenen hämatopoetische Stammzellentransplantation (HSZT). Wenigstens 15 Prozent aller transplantierten Patienten sterben an den Folgen der chronischen Graft versus Host Reaktion. Weitere 25 Prozent der Patienten werden zum Teil von einer signifikanten Einschränkung ihrer bisherigen Lebensqualität betroffen.
Das Wissen zu den Ursachen der chronischen Graft versus Host Reaktion GVHD ist begrenzt und sehr unvollständig. Die chronische Graft versus Host Reaktion GVHD kommt in einer sehr großen Variabilität bezüglich des klinischen Erscheinungsbildes und der zu treffenden Prognose auf. Damit sind sehr unterschiedliche Krankheitsidentitäten verbunden. Auch wenn die Ärzte bereits mehrfach Erfolge vermeldeten, sieht die Wirklichkeit anders aus; steht die gesamte Forschung erst am Anfang. Mit immer neueren Verfahren und Methoden wird versucht, hinter die ständig wechselnden Krankheitsidentitäten zu kommen. Jetzt geht es erst einmal darum, vor dem Auftreten der chronischen Graft versus Host Reaktion GVHD jene typischen Veränderungen von Immunzellen herauszufiltern, um die eigentlichen Ursachen der chronischen Graft versus Host Reaktion GVHD besser zu verstehen. Letztlich sollen Empfehlungen zur Impfung bestimmter Patienten mit Graft versus Host Reaktion GVHD entwickelt werden.
Dabei soll ebenso die Funktion bei Belastung des Immunsystems nach der Transplantation untersucht werden, einen Impfschutz trotz chronischer Graft versus Host Reaktion GVHD aufzubauen. Die Graft versus Host Reaktion GVHD ist eine Reaktion der Spender-Immunzellen gegen das fremde empfangende Gewebe. Nach einer Welle von Entzündungen, die zuerst die Stammzellen erfasst, schädigen entsprechend aktivierte T-Zellen des Stammzellen-Spenders die Epithelzellen des Empfängers und Wirtes. Bei etwa 35 Prozent bis 50 Prozent der Empfänger eines solchen hämopoetischen Stammzell-Transplantates kommt es zur Entwicklung einer Graft versus Host Reaktion GVHD. Ein unterschiedliches Risiko ergibt sich aus unter anderem aus der Herkunft der Stammzellen, Patientenalter, Kondition des Patienten und der vorgenommenen Art der Graft versus Host Reaktion GVHD Prophylaxe.
Die Zahl der durchgeführten Transplantationen lässt den Schluss zu, dass wenigstens 5.500 Patienten jedes Jahr mit der Graft versus Host Reaktion GVHD diagnostiziert werden. Die Erkrankung erstreckt sich auf ein oder mehrere Organe. Das können die Haut (Exanthem, Dermatitis), der Magendarmtrakt (Leibschmerzen, Diarrhoe) und die Leber (Hepatitis, Ikterus) sein. Die Graft versus Host Reaktion GVHD ist lediglich eine klinische Diagnose, die sich auf bioptische Untersuchungen (Hautgewebeuntersuchung) stützt.
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